Das KI-Startup Figure hat einen wichtigen Schritt in der Robotik gemacht: Es hat eine kommerzielle Vereinbarung mit BMW Manufacturing zur Einführung humanoider Roboter im Werk des Automobilherstellers in Spartanburg, South Carolina, bekannt gegeben. Diese Partnerschaft ist einer der ersten realen Einsätze universeller humanoider Roboter in einer großindustriellen Umgebung.
Figure, ein Unternehmen mit namhaften Investoren wie OpenAI, Microsoft und Nvidia, entwickelt autonome Roboter, die eine Vielzahl von Aufgaben übernehmen können, die traditionell von Menschen erledigt werden. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit BMW sollen die Roboter von Figure, bekannt als Figure 01, in den Automobilherstellungsprozess integriert werden. Zunächst werden sie mit spezifischen Aufgaben in Bereichen wie Logistik, Teilehandling und Lagerhaltung betraut, ihr Aufgabenbereich soll jedoch im Laufe der Zeit erweitert werden.
Dieser Schritt gilt als entscheidender Test für die Eignung humanoider Roboter zur Bewältigung des anhaltenden Arbeitskräftemangels und zur Automatisierung körperlich anstrengender oder repetitiver Tätigkeiten im Fertigungssektor. Industrieroboter gibt es zwar schon seit Jahrzehnten, doch handelt es sich dabei in der Regel um ortsfeste Einzweckmaschinen. Die Humanoiden von Figure sind anpassungsfähig und mobil und können komplexe Aufgaben in menschengerechten Umgebungen erlernen und ausführen.
Die Partnerschaft beginnt schrittweise. Figure wird erste Anwendungsfälle im Werk Spartanburg identifizieren und mit der Einführung einer kleinen Anzahl von Robotern beginnen. Sobald sich die Technologie als effektiv und sicher erweist, wird der Einsatz skaliert. Diese Zusammenarbeit positioniert Figure als wichtigen Akteur in einem Wettbewerbsumfeld, zu dem auch Teslas Optimus und Boston Dynamics gehören. Sie signalisiert, dass die Ära der humanoiden Roboterarbeitskräfte von der Forschung und Entwicklung in die praktische Anwendung übergeht.


