Der japanische Technologie- und Investmentriese SoftBank Group unternimmt einen gewaltigen Vorstoß in den Bereich der generativen KI und kündigte Pläne an, rund 150 Milliarden Yen ($960 Millionen) in den Bau eines der leistungsstärksten KI-Supercomputer Japans zu investieren. Ziel der Initiative ist die Entwicklung eines proprietären, erstklassigen Large Language Model (LLM) und markiert für das Unternehmen eine strategische Wende vom primären Investor zum direkten Konkurrenten im KI-Wettrüsten.
Der Supercomputer, der in einem neuen Rechenzentrum in Hokkaido gebaut wird, soll bis 2025 voll einsatzbereit sein. Angetrieben wird er von Nvidias neuesten und fortschrittlichsten KI-Chips, wahrscheinlich der Blackwell-Architektur. Damit kann SoftBank ein selbst entwickeltes Modell mit dem ehrgeizigen Ziel von einer Billion Parametern trainieren. Damit würde SoftBanks Modell in dieselbe Liga wie die Top-Systeme von OpenAI, Google und Anthropic spielen.
Dieser Schritt ist ein Eckpfeiler von CEO Masayoshi Sons Vision einer Ära der „Künstlichen Allgemeinen Intelligenz“ (AGI) und seines Wunsches, „KI-iPhone“-Geräte zu entwickeln – Hardware der nächsten Generation mit tief integrierter, leistungsstarker KI-Funktionalität. Mit der Entwicklung eines eigenen Basismodells will SoftBank seine Abhängigkeit von amerikanischen KI-Anbietern reduzieren und eine führende Position im aufstrebenden souveränen KI-Ökosystem Japans einnehmen.
Das Projekt wird von der im vergangenen Jahr gegründeten KI-Abteilung von SoftBank geleitet. Die erhebliche Kapitalinvestition unterstreicht das Engagement des Unternehmens, nicht nur an der KI-Revolution teilzunehmen, sondern ein grundlegender Akteur zu werden. Diese Entwicklung versetzt SoftBank in die Lage, ein umfassendes Angebot an KI-Diensten anzubieten, von Cloud Computing bis hin zu generativen KI-Anwendungen. Dies verschärft den Wettbewerb auf globaler Ebene und signalisiert Japans ernsthafte Ambitionen im KI-Bereich.


