FCC stimmt in wegweisender Entscheidung zur Regulierung von Breitbandanbietern für die Wiederherstellung der Netzneutralitätsregeln

WASHINGTON DC – Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat offiziell für die Wiederherstellung der grundlegenden Netzneutralitätsregeln gestimmt. Diese entscheidende Entscheidung stellt die Autorität der Behörde über Breitband-Internetanbieter wieder her. Die Abstimmung mit 3 zu 2 Stimmen, die entlang der Parteilinien geteilt wurde, hebt die Aufhebung der Regelung aus dem Jahr 2017 auf und stuft den Breitband-Internetzugang als Telekommunikationsdienst nach Title II des Communications Act neu ein.

Diese Neuklassifizierung gewährt der FCC eine strenge Aufsicht über Internetdienstanbieter (ISPs) wie Comcast, AT&T und Verizon. Nach den wiederhergestellten Regeln ist es diesen Unternehmen untersagt, legale Websites zu blockieren, bestimmte Arten von Datenverkehr zu drosseln (absichtlich zu verlangsamen) oder kostenpflichtige „Überholspuren“ einzurichten, die es Unternehmen ermöglichen würden, für eine bevorzugte Behandlung und schnellere Bereitstellung ihrer Inhalte an die Verbraucher zu bezahlen.

FCC-Vorsitzende Jessica Rosenworcel befürwortete den Schritt und argumentierte, Breitband sei in der heutigen Zeit ein unverzichtbarer Dienst. „In unserer Welt nach der Pandemie wissen wir, dass Breitband eine Notwendigkeit und kein Luxus ist“, erklärte Rosenworcel nach der Abstimmung. „Die FCC muss in der Lage sein, einen schnellen, offenen und fairen Breitbandzugang zu gewährleisten.“

Die Entscheidung ist ein bedeutender Sieg für Verbraucherschutzorganisationen und Technologieunternehmen, die seit langem argumentieren, dass Netzneutralität für gleiche Wettbewerbsbedingungen für Innovation und freie Meinungsäußerung im Internet unerlässlich sei. Allerdings stößt der Schritt auf starken Widerstand der Telekommunikationsbranche und der republikanischen Kommissare. Sie argumentieren, dass die Einstufung nach Titel II eine belastende Regulierung im Stil der Versorgungsunternehmen darstelle, die Investitionen in Netzwerkinfrastruktur und Innovation hemme.

Große ISP-Verbände haben ihre Absicht signalisiert, die Anordnung vor Gericht anzufechten. Damit ist der Boden für einen weiteren langwierigen Rechtsstreit um die Zukunft der Internetregulierung in den USA bereitet. Bis zum Ausgang dieses unvermeidlichen Rechtsstreits sind die Prinzipien des „offenen Internets“, die das Internet jahrelang regelten, wieder geltendes Recht.

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