US-Justizministerium verklagt Adobe wegen betrügerischer Abonnementpraktiken und versteckter Gebühren

Das US-Justizministerium (DOJ) hat Klage gegen Adobe eingereicht, den Softwarehersteller hinter beliebten Tools wie Photoshop und Acrobat. Das Unternehmen wirft dem Unternehmen vor, Verbraucher mit seinen Abonnements zu täuschen und versteckte Strafen zu verhängen. Die Klage vor einem Bundesgericht wirft Adobe vor, gegen Verbraucherschutzgesetze zu verstoßen, indem es Nutzern ein jährliches, monatlich zahlbares Abonnement aufdrängt, ohne die Bedingungen ausreichend offenzulegen.

Laut der Klage der Federal Trade Commission (FTC) versäumt es Adobe, klarzustellen, dass es sich bei dem Vertrag um eine einjährige Verpflichtung handelt. Kunden, die versuchen, vor Ablauf des Jahres zu kündigen, müssen eine erhebliche Kündigungsgebühr zahlen, die sich auf Hunderte von Dollar belaufen kann – 50% der verbleibenden Vertragslaufzeit. Die Regierung argumentiert, diese Gebühr sei im Kleingedruckten und hinter Hyperlinks versteckt, wodurch Verbraucher in eine kostspielige Vereinbarung gelockt würden, die sie nicht vollständig verstanden hätten.

In der Klage werden auch zwei hochrangige Adobe-Manager genannt: Maninder Sawhney, Senior Vice President, und David Wadhwani, Präsident des Geschäftsbereichs Digital Media. Der Klage zufolge ist Adobes Kündigungsprozess absichtlich kompliziert und aufwendig gestaltet. Nutzer müssen sich durch mehrere Webseiten und Pop-ups navigieren, nur um ihr Abonnement zu beenden.

Diese Klage ist Teil umfassender Bemühungen der Biden-Regierung, „Junk-Gebühren“ abzuschaffen und betrügerische Geschäftspraktiken zu bekämpfen. „Adobe hat Kunden durch versteckte Kündigungsgebühren und zahlreiche Hürden in Jahresabonnements gelockt“, sagte Samuel Levine, Direktor des Verbraucherschutzbüros der FTC. Die Klage zielt auf Geldstrafen gegen Adobe und eine einstweilige Verfügung zur Einstellung der aktuellen Abonnementpraktiken ab. Adobe hat erklärt, die Vorwürfe vor Gericht zurückzuweisen und betont, dass seine Praktiken transparent seien.

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