Google DeepMind hat heute eine Reihe von Innovationen vorgestellt, die den Energieverbrauch seiner leistungsstärksten KI-Modelle minimieren sollen. Dies dürfte den Diskurs über nachhaltige künstliche Intelligenz neu gestalten. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Technologiebranche zunehmend unter die Lupe genommen wird, was den enormen CO2-Fußabdruck betrifft, der mit dem Training und Betrieb großer Sprachmodelle (LLMs) und anderer fortschrittlicher KI-Systeme verbunden ist.
Laut einer Pressemitteilung von Google DeepMind haben die Forscher neuartige algorithmische Optimierungen und Hardware-Software-Co-Design-Techniken entwickelt, die den Energieverbrauch während der Trainingsphase der KI-Architekturen der nächsten Generation um bis zu 301 TP3T senken. Konkrete Modellnamen wurden nicht genannt, das Unternehmen gab jedoch bekannt, dass diese Fortschritte in seine Forschungs- und Produktentwicklungspipelines integriert werden, einschließlich zukünftiger Versionen von Gemini.
Demis Hassabis, CEO von Google DeepMind, erklärte: „Unser Engagement geht über die bloße Erweiterung der Möglichkeiten der KI hinaus; es geht auch darum, diese Fortschritte verantwortungsvoll und nachhaltig zu gestalten. Wir glauben, dass ‚grüne KI‘ nicht nur ein Ideal, sondern eine Notwendigkeit für die Zukunft unseres Planeten ist.“ Diese Initiative ist eine direkte Reaktion auf die zunehmende Besorgnis von Umweltverbänden und Politikern hinsichtlich des Strombedarfs globaler Rechenzentren, der mit der Verbreitung von KI voraussichtlich exponentiell steigen wird.
Die Ankündigung positioniert Google DeepMind als Vorreiter in der nachhaltigen KI-Forschung und setzt möglicherweise neue Maßstäbe für andere große Akteure wie OpenAI, Meta und Microsoft, die ebenfalls mit der Energieintensität ihrer eigenen KI-Projekte zu kämpfen haben. Die unmittelbaren Auswirkungen in der Praxis bleiben abzuwarten, doch dieser Durchbruch könnte den Weg für eine umweltbewusstere KI-Entwicklung und eine breitere Nutzung von KI-Technologien ebnen, ohne die globale Energiekrise zu verschärfen. Experten gehen davon aus, dass dieser Fokus auf Effizienz auch zu Kostensenkungen für Unternehmen führen könnte, die KI einsetzen – eine Win-Win-Situation für den Planeten und die Branche.


