SAN FRANCISCO, CA – TikTok hat heute die weltweite Einführung eines neuen Systems zur Identifizierung und Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten (AIGC) angekündigt. Dies ist ein wichtiger Schritt, der die Transparenz erhöhen und die Verbreitung realistischer Fehlinformationen auf der Plattform bekämpfen soll. Die neue Richtlinie verpflichtet Ersteller, KI-generierte Inhalte, die realistische Szenen oder Personen darstellen, ausdrücklich zu kennzeichnen. Inhalte, die mit TikToks eigenen KI-Effekten erstellt wurden, werden automatisch gekennzeichnet.
Die Plattform nutzt Content Credentials, eine von Adobes Content Authenticity Initiative entwickelte Technologie, die Inhalten Metadaten als digitales „Nährwertkennzeichen“ hinzufügt. Diese Metadaten helfen TikTok dabei, AIGC, das auf anderen Plattformen erstellt wurde, die den Standard unterstützen, automatisch zu erkennen und zu kennzeichnen. Für Inhalte, die mit Drittanbieter-Tools erstellt wurden und diese Metadaten nicht enthalten, hat TikTok ein neues, vereinfachtes Tool in den Creator-Workflow eingeführt. Nutzer müssen nun angeben, wann sie realistische Audio- oder Videoinhalte hochladen, die von KI generiert wurden.
Diese Initiative kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da hyperrealistische, KI-generierte „Deepfakes“ immer ausgefeilter und zugänglicher werden und eine erhebliche Bedrohung für die Informationsintegrität darstellen, insbesondere in einem wichtigen globalen Wahljahr. Plattformen wie Meta und YouTube haben bereits ähnliche Kennzeichnungsrichtlinien implementiert, um Nutzern mehr Kontext zu den von ihnen konsumierten Medien zu bieten.
TikTok betonte in seiner Ankündigung, dass es nicht darum gehe, Kreativität zu unterdrücken, sondern sicherzustellen, dass Nutzer zwischen Fakten und Fiktion unterscheiden können. Die automatische Erkennung durch Content Credentials ist zwar ein großer Fortschritt, die allgemeine Wirksamkeit der Richtlinie hängt jedoch stark von der Einhaltung der Vorschriften durch die Ersteller und TikToks Fähigkeit ab, die manuelle Kennzeichnungspflicht durchzusetzen. Die Nichtkennzeichnung synthetischer Inhalte kann zu deren Entfernung führen. Mit diesem Schritt positioniert sich TikTok neben anderen großen Technologieunternehmen in den laufenden Bemühungen, einen Standard für den verantwortungsvollen Einsatz von KI zu etablieren und das Vertrauen der Nutzer in das digitale Ökosystem zu erhalten.


