OpenAI setzt seine Bemühungen fort, Inhalte großer Verlage zu lizenzieren und kündigte neue mehrjährige Verträge mit Vox Media und The Atlantic an. Die Verträge erteilen OpenAI die Erlaubnis, die umfangreichen Archive der Verlage zu nutzen, um seine KI-Modelle zu trainieren, einschließlich der Technologie, die ChatGPT zugrunde liegt.
Im Rahmen der Partnerschaften werden die Produkte von OpenAI auch Inhalte der Marken Vox Media und The Atlantic enthalten, mit klarer Quellenangabe und Links zu den Originalartikeln. Diese Integration soll die Benutzerinteraktion mit ChatGPT ansprechender gestalten und gleichzeitig den Traffic zurück zu den Quellpublikationen lenken. Zum Portfolio von Vox Media gehören bekannte digitale Marken wie The Verge, Vox, Eater und New York Magazine, während The Atlantic eine 167 Jahre alte Institution ist, die für ihren tiefgründigen Journalismus bekannt ist.
Diese Kooperationen sind ein weiterer wichtiger Schritt in der Strategie von OpenAI, Allianzen innerhalb der Medienbranche zu schmieden und sich als Partner statt als Gegner zu positionieren. Das Unternehmen sah sich bereits mehrfach mit Urheberrechtsverletzungsklagen von Verlagen, darunter der New York Times, konfrontiert. Diese behaupteten, ihre Inhalte seien ohne Genehmigung für das KI-Training verwendet worden. Durch den Abschluss formeller Lizenzvereinbarungen will sich OpenAI einen stetigen Strom hochwertiger Trainingsdaten sichern und rechtliche Risiken minimieren.
Für die Medienunternehmen eröffnen diese Vereinbarungen neue Einnahmequellen und die Möglichkeit, über die riesige Nutzerbasis von OpenAI ein breiteres Publikum zu erreichen. „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit OpenAI“, sagte Pam Wasserstein, CEO von Vox Media, in einer Erklärung. „Diese Vereinbarung steht im Einklang mit unseren Zielen, KI zu nutzen, um unser Publikum zu vergrößern und unsere branchenführende Arbeit auszubauen.“
Die finanziellen Bedingungen der Deals wurden nicht bekannt gegeben. Der Schritt folgt ähnlichen Partnerschaften, die OpenAI mit Unternehmen wie The Associated Press, Axel Springer und TIME eingegangen ist, und signalisiert einen wachsenden Trend zur Symbiose zwischen KI-Entwicklern und Content-Erstellern.


