Microsoft hat in Zusammenarbeit mit führenden Hardwarepartnern wie Dell, HP, Lenovo und Samsung die erste Generation seiner Copilot+ PCs offiziell vorgestellt. Diese ab sofort erhältlichen Laptops der nächsten Generation stellen einen bedeutenden strategischen Wandel hin zu leistungsstarker künstlicher Intelligenz im Gerät dar und sollen die Personal-Computing-Landschaft neu definieren.
Die neuen Geräte basieren auf einer völlig neuen Hardwarearchitektur und sind insbesondere mit den Snapdragon X Elite- und X Plus-Prozessoren von Qualcomm ausgestattet. Diese ARM-basierten Chips sind mit leistungsstarken Neural Processing Units (NPUs) ausgestattet, die über 40 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (TOPS) bewältigen können. Dadurch können KI-Funktionen direkt auf dem Gerät und nicht in der Cloud ausgeführt werden. Dieser Ansatz verspricht verbesserte Leistung, geringere Latenzzeiten und verbesserten Datenschutz bei KI-gesteuerten Aufgaben.
Zum Start bieten Copilot+ PCs eine Reihe exklusiver KI-Erlebnisse. Dazu gehört „Cocreator“ in Microsoft Paint, mit dem Nutzer Bilder mithilfe von Texteingaben und Skizzen erstellen und verfeinern können, sowie „Live Captions“, das Audiosignale vom PC in Echtzeit aus über 40 Sprachen ins Englische übersetzt. Weitere Funktionen wie „Restyle Image“ und verbesserte Windows Studio-Effekte für Videoanrufe sind ebenfalls zentraler Bestandteil des neuen Erlebnisses.
Mit dieser Markteinführung positionieren sich Microsoft und seine Partner in direktem Wettbewerb mit Apples MacBooks der M-Serie, die seit langem für ihre Effizienz und integrierten KI-Funktionen gelobt werden. Mit der Umstellung auf die ARM-Architektur verspricht Microsoft nicht nur modernste KI-Funktionen, sondern auch deutliche Verbesserungen bei Akkulaufzeit und Leistung.
Die Markteinführung war jedoch nicht ohne Herausforderungen. Die mit Spannung erwartete Funktion „Recall“, die eine durchsuchbare Zeitleiste der PC-Aktivitäten eines Benutzers erstellt, wurde nach erheblichen Kritikpunkten an Sicherheits- und Datenschutzfragen aus der ersten öffentlichen Version entfernt. Microsoft hat die Funktion seitdem für weitere Tests in sein Windows Insider-Programm verschoben und sie zu einer optionalen Vorschau anstatt einer Standardkomponente von Copilot+ gemacht. Trotz dieses Rückschlags markiert die Einführung der Copilot+-PCs einen entscheidenden Moment für die Integration von KI in unsere alltäglichen Computergeräte.


