Apple stellt M4-Chip im neuen iPad Pro vor und signalisiert damit einen großen Vorstoß in den Bereich der KI-Hardware

Während seines virtuellen Events „Let Loose“ kündigte Apple seinen M4-Prozessor der nächsten Generation an, der überraschend im neuen, überarbeiteten iPad Pro zum Einsatz kam. Dieser Schritt markiert einen bedeutenden strategischen Wandel, da erstmals eine neue Klasse von Apple Silicon in einem iPad vor einem Mac eingeführt wird. Dies signalisiert den aggressiven Vorstoß des Unternehmens in den Bereich KI-gestütztes Computing.

Der M4-Chip basiert auf einem 3-Nanometer-Prozess der zweiten Generation und bietet einen deutlichen Leistungssprung. Apple gibt an, dass seine neue 10-Kern-CPU bis zu 501 TP3T schneller ist als der M2-Chip im vorherigen iPad Pro. Die 10-Kern-GPU führt erstmals hardwarebeschleunigtes Raytracing auf dem iPad ein und verspricht professionelles Rendering und ein realistischeres Spielerlebnis.

Der Hauptfokus des M4 liegt jedoch auf seiner verbesserten Neural Engine. Apple bezeichnet sie als die „leistungsstärkste Neural Engine aller Zeiten“ des Unternehmens, die unglaubliche 38 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (TOPS) ausführen kann. Damit ist sie 60-mal schneller als die ursprüngliche Neural Engine des A11 Bionic. Diese immense Leistung soll das iPad Pro zu einem „unglaublich leistungsstarken Gerät für künstliche Intelligenz“ machen.

Dieses Hardware-Upgrade legt den Grundstein für bedeutende Software-Verbesserungen, die auf Apples bevorstehender Worldwide Developers Conference (WWDC) erwartet werden. Da die KI-Kompetenz des M4 nun etabliert ist, erwartet die Branche die Enthüllung neuer KI-basierter Funktionen in iPadOS und im gesamten Apple-Ökosystem. Das Debüt des M4 im iPad Pro – und nicht im MacBook – positioniert das Tablet als Premium-Gerät für Entwickler und Kreativprofis, die Spitzenleistung für anspruchsvolle KI- und Grafikaufgaben benötigen. Der Chip treibt auch das neue „Ultra Retina XDR“-Tandem-OLED-Display des Geräts an und ermöglicht beispiellose Helligkeit und Farbgenauigkeit in einem Gerät, das nun das dünnste Produkt von Apple aller Zeiten ist.

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