Die Biden-Regierung hat ihre Technologieblockade gegen Huawei deutlich verschärft und den US-Chipherstellern Intel und Qualcomm bestehende Exportlizenzen entzogen. Dieser vom Handelsministerium bestätigte Schritt stoppt mit sofortiger Wirkung alle Lieferungen von Halbleitern amerikanischer Produktion an den chinesischen Technologieriesen und verschärft den langjährigen Handelsstreit zwischen den beiden Ländern.
Diese Maßnahme zielt auf den Kern von Huaweis Unterhaltungselektronikgeschäft ab, das zuletzt Anzeichen eines Comebacks gezeigt hatte. Intel lieferte die Prozessoren für Huaweis neue KI-Laptop-Reihe, das MateBook X Pro, das erst letzten Monat vorgestellt wurde. Ebenso verfügte Qualcomm über eine Lizenz zur Bereitstellung von 4G-fähigen Chips für Huaweis Smartphones – eine entscheidende Komponente, da Huawei der Erwerb von 5G-Technologie von US-Firmen untersagt war.
Das Handelsministerium erklärte, die Entscheidung sei getroffen worden, um einer „anhaltenden Bedrohung unserer nationalen Sicherheit und Außenpolitik“ entgegenzuwirken. Dieser Schritt steht im Einklang mit der allgemeinen US-Strategie, Chinas Zugang zu Hochtechnologie einzuschränken, insbesondere in Bereichen mit potenziellem militärischem Nutzen. Der Widerruf bestehender Lizenzen ist ein aggressiverer Schritt als die bloße Ablehnung neuer Anträge und signalisiert eine verschärfte Haltung Washingtons.
Für Huawei ist das Verbot ein schwerer Schlag, da das Unternehmen nun vollständig auf die heimische Chipentwicklung angewiesen ist, die in Leistung und Umfang immer noch hinter der US-Technologie zurückbleibt. Obwohl das Unternehmen mit seinen eigenen Kirin-Prozessoren beeindruckende Fortschritte erzielt hat, wird der plötzliche Produktionsstopp seine Produktionslinien und Produktpläne unterbrechen. Sowohl Intel als auch Qualcomm haben erklärt, die finanziellen Auswirkungen seien begrenzt, da sie bereits mit einem Rückgang der Geschäfte mit Huawei gerechnet hatten. Dennoch eliminiert die Entscheidung eine wichtige Einnahmequelle und erhöht die Unsicherheit in der globalen Halbleiter-Lieferkette. Die Branche beobachtet nun, wie Huawei – und Peking – auf diese jüngste Eskalation reagieren werden.


