Der deutsche Automobilriese Volkswagen hat eine strategische Partnerschaft mit dem amerikanischen Elektroautohersteller Rivian bekannt gegeben. Die Partnerschaft soll die Elektrofahrzeuglandschaft grundlegend verändern und umfasst Investitionen von bis zu 14 Billionen TP1T5 Milliarden. Ziel der Zusammenarbeit ist die Gründung eines neuen, gleichberechtigten Joint Ventures mit dem Ziel, eine hochmoderne Software-Defined-Vehicle-Plattform (SDV) für die Fahrzeuge der nächsten Generation zu entwickeln.
Die Partnerschaft beginnt mit einer anfänglichen Investition von 14 Billionen TP1 durch Volkswagen in Form einer Wandelanleihe, die nach behördlicher Genehmigung in Rivian-Aktien umgewandelt wird. Volkswagen hat sich verpflichtet, bis 2026 weitere 14 Billionen TP1 zu investieren, wodurch sich der potenzielle Gesamtwert der Transaktion auf 14 Billionen TP1 erhöht. Diese Kapitalspritze ist eine wichtige Rettungsleine für Rivian, das beim Ausbau der Produktion seines Pickups R1T und seines SUV R1S Geld verbrannt hat.
Kern der Allianz ist die Gründung eines Joint Ventures zur Entwicklung einer einheitlichen Software- und Elektroarchitektur. Beide Unternehmen kämpfen mit der Bordsoftware, einem zentralen Streitpunkt in der modernen Automobilindustrie. Volkswagens hauseigene Software-Abteilung Cariad leidet unter Entwicklungsverzögerungen und Umstrukturierungen im Management, was die Markteinführung wichtiger Modelle von Porsche und Audi beeinträchtigt.
Durch die Nutzung von Rivian‘s bewährtem Software-Stack und der zonalen Hardware-Architektur will Volkswagen den Übergang zu einer echten SDV-Plattform beschleunigen und so Kosten und Komplexität reduzieren. Für Rivian bedeutet die Partnerschaft nicht nur erhebliche finanzielle Mittel, sondern auch eine starke Unterstützung seiner Technologie durch einen der weltweit größten Automobilhersteller. Durch die gemeinsame Nutzung der neu entwickelten Technologie kann Rivian seine eigenen Kosten pro Fahrzeug senken.
Beide Unternehmen werden ihre jeweiligen Fahrzeuggeschäfte weiterhin getrennt betreiben, die gemeinsam entwickelte Technologie aber in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts in ihre zukünftigen Fahrzeuge integrieren. Der Schritt gilt als direkte Herausforderung für Tesla, das seit langem einen führenden Anbieter integrierter Fahrzeugsoftware ist.


